Wir speichern jede Vorhersage und vergleichen sie später mit der Wirklichkeit. Diese Woche haben wir 24.953 Fahrten nachgeprüft. Hier steht ungeschönt, was gut lief und was nicht.
Kurz gesagt
Unser Modell macht eins von drei Dingen gut. Bei den Verspätungs-Minuten war es diese Woche zu optimistisch, vor allem im Fernverkehr.
Ausfälle vorhersagen
Etwas zu vorsichtig: wir sagten 6,3 %, tatsächlich fielen 4,4 % aus.
Daneben
Verbindungen bewerten
Was wir schlechter bewerten, kommt wirklich häufiger zu spät.
Gut
Verspätung in Minuten vorhersagen
Wir haben zu tief gestapelt. Die echten Verspätungen waren größer als gedacht, besonders bei ICE.
Zu optimistisch
Zuerst: Wie war die Bahn diese Woche?
Das ist die Realität, die unser Modell treffen muss. Nicht wir verspäten die Züge, wir versuchen nur, es vorherzusagen.
Grundlage sind die Verbindungen, die diese Woche bei uns gesucht wurden, nicht das gesamte DB-Netz.
32 %
der Züge kamen pünktlich oder früher
14 %
kamen 15 Minuten oder mehr zu spät
4,4 %
fielen ganz aus
Alle Ankünfte nach Verspätung
32%36%19%8%6%
pünktlich / früher bis 5 min 5–15 min 15–30 min über 30 min
So liest du das: Grün ist pünktlich, Rot ist stark verspätet. Je mehr Grün, desto besser die Woche. Diese Woche kamen 67 % höchstens ein paar Minuten zu spät, aber jede siebte Fahrt kam eine Viertelstunde oder mehr zu spät.
Verspätungen vorhersagen
Zu optimistisch
Wir haben geschätzt, wie viele Züge mindestens eine Viertelstunde zu spät kommen. Und dabei zu niedrig gelegen.
Anteil der Züge mit 15+ Minuten Verspätung
Wir sagten7 %
Wirklich waren es14 %
So liest du das: Perfekt wäre, wenn beide Balken gleich lang sind. Unser Balken ist kürzer, wir haben das Verspätungs-Risiko also nur etwa halb so hoch eingeschätzt (7 % statt 14 %). Kurz: wir waren zu optimistisch.
Woran es lag
Kurze Fahrten sind leicht vorherzusagen, lange schwer. Genau da lief es diese Woche schlecht.
Anteil mit 15+ Minuten Verspätung, nach Zugart
S-Bahn4 %
Regionalzug11 %
IC36 %
ICE41 %
So liest du das: Längerer Balken = mehr Verspätung. Bei S-Bahn und Regio lagen wir gut. Am schlechtesten lief es beim ICE: 41 % kamen eine Viertelstunde oder mehr zu spät, und genau dort war unsere Schätzung am weitesten daneben.
Funktioniert unsere Bewertung?
Ja
Der wichtigste Test überhaupt: Kommen Verbindungen, die wir mit einem schlechteren Frust-Wert markieren, wirklich häufiger zu spät?
Anteil mit 15+ Minuten Verspätung, je nach unserer Bewertung
Gut (0–20)10 %
Mittel (21–40)24 %
Mäßig (41–60)30 %
Schlecht (61+)36 %
So liest du das: Die Balken werden von oben nach unten länger. Je schlechter unsere Bewertung, desto häufiger die echte Verspätung. Von den gut bewerteten Verbindungen kam nur jede zehnte Fahrt deutlich zu spät, von den schlecht bewerteten jede dritte Fahrt. Der Wert trennt also wirklich.
🎉 Fun Fact zum Schluss
Der belebteste Tag war Montag, der 13. Juli. Da haben 482 verschiedene Menschen an einem einzigen Tag nachgeschaut, ob sich die Fahrt überhaupt lohnt, rund 3,8-mal so viele wie am ruhigsten Tag.
Wie wir das messen: Zu jeder Suche speichern wir unsere Vorhersage und vergleichen sie später mit den echten Ist-Zeiten der Deutschen Bahn. Diese Woche: 24.953 abgeglichene Fahrten über 7 Tage, davon 1.068 mit auswertbarer Ankunftsverspätung. Die Verspätungs-Prozente beziehen sich auf diese ausgewerteten Ankünfte.