Häufige Fragen · ehrliche Antworten

Über bleibZuhause

bleibZuhause beantwortet die wichtigste Frage vor jeder Reise mit der Deutschen Bahn: Muss das wirklich sein? Wir rechnen deine Verbindung in einen Frust-Score von 0 bis 100 um. Je höher die Zahl, desto gemütlicher dein Sofa.

Warum gibt es diese Seite überhaupt?

Ein Selbsttest, der eskalierte. Geplant war eine harmlose Fahrt von Köln nach Hamburg: gut vier Stunden, ein Umstieg, was soll schon passieren. Tatsächlich endete sie um 3:47 Uhr nachts auf dem Bahnsteig von Schandelah, dessen Existenz selbst die Anzeigetafel nur widerwillig bestätigte.

Dazwischen lagen ein Schienenersatzverkehr über Lengenfeld unterm Stein, eine „kurze betriebsbedingte Wartezeit" in Wanne-Eickel und ein Zugbegleiter, der „Heute kommen Sie hier nicht mehr weg" meinte. Er hatte recht. Genau in dieser Nacht war klar: Das hätte man vorher wissen können. Also bauten wir etwas, das es einem vorher sagt.

Was ist dieser „Frust-Score"?

Eine Zahl von 0 bis 100. 0 heißt: steig ein, das wird schön. 100 heißt: das ist keine Reise mehr, das ist eine Geiselnahme mit Bordbistro. Sofern das Bordbistro überhaupt geöffnet hat. Pommes gibt's da neuerdings übrigens keine mehr. Alles dazwischen ist Verhandlungssache zwischen dir und der Realität.

Wir bewerten Umstiege, Verspätungs- und Ausfallrisiko, wackelige Anschlüsse, Auslastung, Zwischenhalte, Fahrzeit, Warnmeldungen und den Preis. Am Ende sagen wir dir ehrlich, ob sich der Aufwand lohnt.

Soll ich jetzt wirklich zuhause bleiben?

Nein. (Meistens.) Der Name ist ein Augenzwinkern: bleibZuhause ist dein leicht pessimistischer Freund, der dir die Wahrheit über deine Verbindung sagt, bevor du am Bahnsteig stehst.

Manchmal ist die Bahn nämlich großartig. Dann zeigen wir einen niedrigen Score und schicken dich mit gutem Gewissen los.

Bin ich schuld, wenn ich einen 7-Minuten-Umstieg verpasse?

Nein. Niemand schafft in 7 Minuten von Gleis 2 zu Gleis 14, schon gar nicht mit Koffer, Brezel und dem Glauben an das Gute.

Genau dafür gibt es den Score: Er erkennt solche „sportlichen" Umstiege und warnt dich, bevor der Fahrplan dich für übermäßig optimistisch hält.

Woher kommen die Daten?

Direkt von der Deutschen Bahn: Fahrplan, Echtzeit-Verspätungen, Auslastung und Preise stammen aus der offiziellen DB-Auskunft. Für die Umgebung der Bahnhöfe — wo man die Wartezeit standesgemäß ertränkt — nehmen wir OpenStreetMap.

Dazu kommen Millionen archivierter Verspätungs-Datensätze aus echten Fahrten, aus denen unser Modell gelernt hat. Ja, ausgerechnet die Bahn liefert die Daten, mit denen wir dir das Bahnfahren ausreden. Die Ironie ist uns nicht entgangen.

Ist das hier eigentlich ernst gemeint?

Halb. Die Daten sind echt, die Berechnung auch. Wir füttern sogar Millionen historischer Verspätungs-Datensätze in ein Modell, um besser vorherzusagen, was passieren wird.

Der Tonfall ist es nicht. bleibZuhause ist ein liebevoll gepflegtes Hobbyprojekt, kein Lebensberater. Für verbindliche Auskünfte frag die Bahn. Viel Erfolg dabei.

Was bedeutet die Prognose „ab … / an …“?

Unser Modell schätzt zwei Dinge getrennt: wie pünktlich dein Zug am Startbahnhof abfährt und wie pünktlich er am Ziel ankommt. „Meist +6 Min, ungünstig bis +30“ heißt: normalerweise etwa sechs Minuten Verspätung, an schlechten Tagen deutlich mehr.

Und wir prüfen uns selbst: Jede Prognose gleichen wir später mit der Realität ab — damit die Zahl nicht nur schön aussieht, sondern auch stimmt. Meistens. Hoffentlich.

Hilft mir die Seite, pünktlich anzukommen?

Nein. Wir helfen dir, innerlich zu akzeptieren, dass du es vielleicht nicht wirst. Das ist erwiesenermaßen entspannter.

Kostet das was?

Nichts. Im Gegensatz zur BahnCard, dem Sparpreis, der plötzlich kein Sparpreis mehr ist, und dem Kaffee im Bordbistro. bleibZuhause ist kostenlos, werbefrei und sammelt keine personenbezogenen Daten.

Genug gelesen? Probier's aus. Und wenn der Score hoch ist, sagen wir's dir nett.

Verbindung prüfen